Musikverein „Arion” 1856 Ensheim e.V.

Am Sonntag, 24.01.10 präsentierte der MV Arion ein Konzertprogramm für Kinder, das, wie sich herausstellte, aber auch den anwesenden Erwachsenen gefiel.

Zunächst eröffneten die kleinsten Musiker: Die Kinder der musikalischen Früherziehung sowie die Blockflötengruppen gaben die „Bremer Stadtmusikanten“ zum Besten. Unter der bewährten Leitung von Petra Bruxmeier-Quirin zeigten die Kinder ihr ganzes Können. So wurden Esel, Hund, Katze und Hahn von den Kindern gespielt und gesungen und dabei von den restlichen Kindern durch Blockflöten und Orffches Instrumentarium unterstützt. Hier konnten auch unsere jüngsten Querflötenschüler Lea Wadowski, Isabelle Opitz und Marie Görlinger zeigen, was sie schon können.

Nach dieser kurzweiligen Interpretation der „Bremer Stadtmusikanten“ wurde es für die jungen Musikanten des Schülerorchesters spannend. Unter der Leitung von Niklas Walker (der das Schülerorchester erst seit September führt) wurde ein reichhaltiges Programm vorgestellt.

Trumpet Voluntary komponiert von Jeremiah Clarke (wie wir an dem Tag lernten - nicht von Henry Purcell) in einer Bearbeitung von Frank Bernaerts war das Eröffnungsstück, das auch bei dem Publikum gut ankam. Mit weiteren Erklärungen wurden uns von Julia Wolfanger und Sebastian Kloster zwischen den Stücken immer wieder Wissenswertes zum Stück und zum Komponisten mitgeteilt.

Mit dem Marsch Music Box von Ray Sacks, bearbeitet von Steve Cortland, zeigten die Jungmusiker, übrigens verstärkt durch einige Jugendliche und Junggebliebenen vom großen Orchester, dass außer Trompeten auch noch andere Instrumente wie Klarinette, Saxofon und auch Glockenspiel zum Gesamtklang wesentlich beitragen.

Hinter dem Titel „Disneysongs“ verbargen sich 3 eigenständige Stücke in einer Bearbeitung von Frank Bernaerts. Da diese Titel allesamt auch gesanglich untermalt wurden, musste unser Dirigent Niklas Walker sämtliche Stücke umarrangieren, um sie der Abfolge der Strophen im Original anzupassen. Den Gesangspart übernahm hierbei Lisa Görlinger.

Can you feel the love tonight (König der Löwen) war somit der erste Titel, der dem aufmerksamen Publikum dargeboten wurde. Als weitere folgten A whole new world (Aladin) im Duett mit Sebastian Kloster, der nach eigenen Angaben aber lieber nicht mit seiner Stimme sondern an der Klarinette sein Können zeigte und als Abschluss Beauty and the beast aus dem gleichnamigen Film "Die Schöne und das Biest". Hier zeigte Julia Wolfanger in einem Solopart, dass sie neben der Moderation auch ihr Instrument mit Bravour beherrscht. In allen Stücken zeigte auch Lisa Görlinger, dass sie das Orchester nicht nur mit Keyboard und Glockenspiel sondern auch mit Ihrer Stimme tatkräftig unterstützen kann,.

Als Abschluss des Schülerorchesters folgte der Titel One moment in time von Albert Hammond & John Bettis in einer Bearbeitung von Larry Norred & Niklas Walker. Bei diesem Stück glänzte Jan Falk Horstmann mit einer Solopassage an der Trompete. Lisa Görlinger konnte bei diesem Stück alle Facetten Ihrer Stimme zeigen, was das Publikum wiederum restlos begeisterte. Alles in allem hatte sich diese junge Truppe mit ihrem Dirigenten den Beifall mehr als verdient.

Das große Orchester eröffnete seinen Part des Programms mit dem Stück Ferienjet von Hermann Kahlenbach. Dieses Stück mit seinem frischen Rhythmus machte dem Publikum richtig Lust, den Titel umzusetzen – ab in den Flieger und in den Urlaub. Auch der etwas langsamere Teil, sehr einfühlsam und dadurch sehr beeindruckend gespielt von Eva Räsch an der Trompete, erinnerte an eine Abendstimmung irgendwo im Süden am Meer, was die Sehnsucht nach Ferien nur noch verstärkte.

In der Discovery Fantasy von Jan de Haan konnte sich das hauptsächlich junge Publikum mit dem Klang der einzelnen Instrumente der verschiedenen Register vertraut machen. So kamen im Hauptthema sowie in den Variationen die Instrumente Saxofon, Tenorhorn sowie Waldhorn besonders zur Geltung. Gerade diese Instrumente werden im Schülerorchester noch schmerzlich vermisst.

Das nachfolgende Stück machte an diesem Nachmittag seinem Namen alle Ehren: Highlights from Brother Bear von Phil Collins, bearbeitet von Paul Murtha. Unser Videokünstler Frank Zimmermann hatte das Stück noch mit Videosequenzen unterlegt, was den Vortrag für das Publikum noch interessanter und spannender machte.

Als Abschluss und Höhepunkt spielte das Große Orchester gemeinsam mit dem Schülerorchester I’m a believer von Neil Diamond (arr. Paul Murtha). Dieses Stück wurde auch bekannt durch den Film „Shreck“.  Der Musikverein als Veranstalter dieses Nachmittags konnte am abschließenden Beifall feststellen, dass es den Anwesenden gut gefallen hat und hofft fürs nächste Mal, dass alle und vielleicht auch noch mehr wiederkommen, wenn es wieder heißt „Hits for Kids“ beim MV Arion in Ensheim.