Musikverein „Arion” 1856 Ensheim e.V.

Wie der Manager die wahre Freude im Leben entdeckte

Projekt Kinderchor Kirkel zeigte im Saalbau das Musical „Freude“ und präsentierte weitere Musikstücke

Von einem Freude verkaufenden Geschäftsmann, der selbst die Freude am Leben verliert, erzählt die Geschichte des Musicals „Freude“. Das Stück von Kurt Gäble führte nun das Projekt Kinderchor Kirkel im Homburger Saalbau auf.

Homburg/Kirkel. Leben bedeutet mehr als Arbeit, Geld und Maschinen. Diese Erkenntnis steht am Ende des Musicals „Freude“ von Kurt Gäble, das vom Projekt-Kinderchor Kirkel im Homburger Saalbau aufgeführt wurde. Unter der musikalischen Leitung von Chorleiter Helmut Hofmann bereitete der aus annähernd 25 Kindern und Jugendlichen bestehende Chor dem begeisterten Publikum im wahrsten Sinne jede Menge Freude. Unterstützt wurden die jungen Sängerinnen und Sänger von Stefan Röttig, Bariton vom Staatstheater Saarbrücken, und der Sopranistin Sue Lehmann. Für die instrumentale Begleitung des zweigeteilten Konzertes sorgte das Blasorchester Arion Ensheim unter Leitung von Helmut Hofmann. Als Sprecherin und Moderatorin fungierte Bärbel Denner.
Bevor das moderne Märchen „Freude“ startete, stimmte die bunte Truppe des Projekt-Kinderchors die Besucher mit kleinen, aber feinen Liedern aus bekannten Musicals, wie Bernsteins „West Side Story“, Disneys Oscar gekrönter Musik aus „Mary Poppins“, der Hymne auf den Schornsteinfeger, oder dem Song „The Rose“, der vom Aufstieg und Fall der Rocksängerin Janis Choplin handelte, ein. Ob in deutscher oder englischer Sprache, mit ihrem Liedrepertoire zeigten sie, was sie alles bei Helmut Hofmann gelernt hatten.
Höhepunkt des zweiten Teils war das Musical „Freude“. Ein wohlhabender Geschäftsmann (Stefan Röttig), der von seinem Stahlbeton-Glashaus aus alle Menschen mit seinen technischen Freudedingen versorgt, verlor seine eigene Freude. Nur der Ratschlag, ein Spinnennetz auf die Seite zu schieben und aus dem Haus heraus zu kommen, konnte ihm helfen. Dabei traf der Macher auf eine alte Frau (Sue Lehmann), die ihm das wahre Leben zeigte. Auf diese Weise erlebte der Manager die Natur und die Lebensfreude neu und konnte kaum glauben, dass dies alles überhaupt nichts kostet. Daraufhin verwandelte sich die alte Frau in eine wunderschöne junge Dame und der Manager erkannte so die wahre Freude am Leben. Seinen Namen führt der 2002 gegründete Projekt-Kinderchor Kirkel nicht ohne Grund. „Wir haben in all den Jahren mehrere Projekte erarbeitet“, erklärte Marion Reugels. Als Beispiele nannte sie die Musicals „Mara und die Fledermäuse“, „Komm’ mit, ich zeige dir mein Land“ oder„Das Geheimnis der Zirkusprinzessin.“ In Vorbereitung ist die für April geplante Musical-
Aufführung „Wolfskind“.

HINTERGRUND Der Projekt-Kinderchor Kirkel wurde 2002 gegründet. Geleitet wird der derzeit aus annähernd 25 Kindern im Alter von sechs bis 15 Jahren bestehende Chor von Helmut Hofmann. Geprobt wird jeden Mittwoch, 16.30 bis 17.30 Uhr, im Sängerheim Kirkel. Interessierte Kinder und Jugendliche sind bei diesen Proben herzlich willkommen.  Von SZ-Mitarbeiter Bernhard Reichhart, Saarbrücker Zeitung 27.01.2007
 
 
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